Eine Gemeinschaftsaktion der Kulturschaffenden und Veranstalter Bad Segebergs
Koordiniert von Kulturkontor und SZ Segeberger Zeitung.
Rebellinnen der DDR - die Kreativen: Tina Bara, Cornelia Schleime, Gabriele Stölzer stehen an diesem Abend im Fokus des Vortrages von Beate Mönkedieck.
KulturHaus REMISE Hamburger Str. 25
Die Veranstaltungsreihe "Frauenleben - Frauenspuren" bietet interessierten Frauen einen kulturellen Raum für Austausch und Begegnung. Biografien von Frauen aus der Kunst, der Literatur, den Medien, der Politik, dem Sport, der Wirtschaft und der Wissenschaft sollen anregen, unsere eigenen Lebensereignisse und ganz persönliche Erfahrungen zu reflektieren und einzubringen. Je nach Perspektive und Fragestellung möchten wir mit neugierigen Frauen in anregende Gespräche kommen.
Am Dienstag, 17. Juni stehen drei Frauen im Fokus: Tina Bara, Cornelia Schleime und Gabriele Stölzer - Rebellinnen der DDR.
Tina Bara (1962) ist eine deutsche Fotografin, die auch in der oppositionellen Friedensbewegung der DDR aktiv war. Bara studierte nach dem Abitur 1980 bis 1986 Geschichte und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war aktiv in oppositionellen Gruppen, unter anderem bei „Frauen für den Frieden“. 1985 hatte sie ihre erste Fotoausstellung im Kreis-Kulturhaus Berlin-Treptow. Seit 1986 war sie als Mitglied des Verbandes Bildender Künstler freiberuflich als Fotografin tätig, unter anderem für das DEFA-Studio für Dokumentarfilme so unter anderem für flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport. Im gleichen Jahr nahm sie ein Fernstudium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auf. 1989 übersiedelte sie nach West-Berlin. Seit 1993 ist sie Professorin für künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Die Kunst von Cornelia Schleime (1953) ist geprägt von einem reizvollen Hang zur Übertreibung. Ihre künstlerischen Mittel, ob Malerei, Musik, Literatur oder Film, sind beeindruckend vielfältig. Sie zählt zu den bekanntesten deutschen Malerinnen ihrer Generation. Neben der Malerei ist sie auch als Fotografin, Filmerin, Performerin und Autorin künstlerisch tätig. In Ost-Berlin geboren, studiert Schleime an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Grafik und Malerei, erhält jedoch 1981 ein Ausstellungsverbot und erwirkt 1984 die Ausreise aus der DDR. Nur wenige ihrer Arbeiten kann sie mitnehmen; so dass ein Großteil ihres Frühwerkes heute als verschollen gilt.
Mit ihren künstlerischen Selbsterkundungen und -behauptungen agiert die Künstlerin Gabriele Stötzer (1953) seit Ende der 1970er-Jahre als Frau, Schriftstellerin und bildende Künstlerin und hat sich immer wieder neu gegen kulturelle, gesellschaftliche wie auch politische Widerstände behaupten müssen. Ob Malerei, Zeichnung, Fotografie, Keramik oder Textilkunst, ob Performance, Filme, Texte oder Modeobjekte – Stötzers Arbeiten richten sich nicht nur gegen eine vom damaligen System DDR betriebene Auslöschung der individuellen Persönlichkeit, sondern ebenso gegen gängige Geschlechterrollen und kulturelle Normen.
Die Teilnahme ist kostenlos - eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kooperationsveranstaltung: KulturAkademie Segeberg im VJKA, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Segeberg, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Segeberg, Stadtbücherei Bad Segeberg und Frauenfachberatungsstelle und Notruf Bad Segeberg
Weitere Infos erteilt Edda Runge
04551 - 959127