Bad Segeberg kultourt

Bad Segeberg kultourt

Eine Gemeinschaftsaktion der Kulturschaffenden und Veranstalter Bad Segebergs
Koordiniert von Kulturkontor und SZ Segeberger Zeitung.

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Di 17. Juni 19 Uhr
REMISE: Frauenleben - Frauenspuren
Angebot für Frauen: Frauen ein Gesicht und eine Stimme geben

Rebellinnen der DDR - die Kreativen: Tina Bara, Cornelia Schleime, Gabriele Stölzer stehen an diesem Abend im Fokus des Vortrages von Beate Mönkedieck.

KulturHaus REMISE Hamburger Str. 25

Die Veranstaltungsreihe "Frauenleben - Frauenspuren" bietet interessierten Frauen einen kulturellen Raum für Austausch und Begegnung. Biografien von Frauen aus der Kunst, der Literatur, den Medien, der Politik, dem Sport, der Wirtschaft und der Wissenschaft sollen anregen, unsere eigenen Lebensereignisse und ganz persönliche Erfahrungen zu reflektieren und einzubringen. Je nach Perspektive und Fragestellung möchten wir mit neugierigen Frauen in anregende Gespräche kommen.

Am Dienstag, 17. Juni stehen drei Frauen im Fokus: Tina Bara, Cornelia Schleime und Gabriele Stölzer - Rebellinnen der DDR.

Tina Bara (1962) ist eine deutsche Fotografin, die auch in der oppositionellen Friedensbewegung der DDR aktiv war. Bara studierte nach dem Abitur 1980 bis 1986 Geschichte und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war aktiv in oppositionellen Gruppen, unter anderem bei „Frauen für den Frieden“. 1985 hatte sie ihre erste Fotoausstellung im Kreis-Kulturhaus Berlin-Treptow. Seit 1986 war sie als Mitglied des Verbandes Bildender Künstler freiberuflich als Fotografin tätig, unter anderem für das DEFA-Studio für Dokumentarfilme so unter anderem für flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport. Im gleichen Jahr nahm sie ein Fernstudium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auf. 1989 übersiedelte sie nach West-Berlin. Seit 1993 ist sie Professorin für künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Die Kunst von Cornelia Schleime (1953) ist geprägt von einem reizvollen Hang zur Übertreibung. Ihre künstlerischen Mittel, ob Malerei, Musik, Literatur oder Film, sind beeindruckend vielfältig. Sie zählt zu den bekanntesten deutschen Malerinnen ihrer Generation. Neben der Malerei ist sie auch als Fotografin, Filmerin, Performerin und Autorin künstlerisch tätig. In Ost-Berlin geboren, studiert Schleime an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Grafik und Malerei, erhält jedoch 1981 ein Ausstellungsverbot und erwirkt 1984 die Ausreise aus der DDR. Nur wenige ihrer Arbeiten kann sie mitnehmen; so dass ein Großteil ihres Frühwerkes heute als verschollen gilt.

Mit ihren künstlerischen Selbst­erkun­dun­gen und -be­haup­tungen agiert die Künstlerin Gabriele Stötzer (1953) seit Ende der 1970er-Jahre als Frau, Schrift­stellerin und bilden­de Künst­lerin und hat sich immer wieder neu gegen kulturelle, gesell­schaft­liche wie auch politische Wider­stände be­haupten müssen. Ob Malerei, Zeich­nung, Foto­grafie, Keramik oder Textil­kunst, ob Perfor­mance, Filme, Texte oder Mode­objekte – Stötzers Arbeiten richten sich nicht nur gegen eine vom damali­gen System DDR betrie­bene Aus­löschung der individu­ellen Persön­lich­keit, sondern ebenso gegen gän­gige Geschlechter­rollen und kul­turelle Normen.

Die Teilnahme ist kostenlos - eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kooperationsveranstaltung: KulturAkademie Segeberg im VJKA, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Segeberg, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Segeberg, Stadtbücherei Bad Segeberg und Frauenfachberatungsstelle und Notruf Bad Segeberg

Weitere Infos erteilt Edda Runge

04551 - 959127

edda.runge@vjka.de

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